

Buddha in der Küche
Fernöstliche Esskultur und globale Ethik
Kulinarische Lesung mit Harald Lemke

Foto: Harald Lemke
22.08.2026, 17:00 Uhr
b-05 / Kunst-Kultur-Natur
Im Stadtwald 2, Montabaur
Unkostenbeitrag für den Imbiss: 15 EUR
Der Veranstaltungsort ist barrierefrei.
Anmeldung unter: denkbares@online.de
Die »Goldenen Zwanziger« Jahre waren eine Epoche des Aufbruchs, aber auch der Verunsicherung. Nach Krieg, politischem Umbruch und dem Verlust vieler Gewissheiten wurde Religion neu befragt: weniger als Institution und Dogma, stärker als persönliche Erfahrung und individuelle Sinnsuche. In dieser Zeit wächst auch das Interesse an fernöstlichen Weisheitslehren – insbesondere am Buddhismus, der vielen als Alternative zu westlicher Überforderung und innerer Unruhe erschien: nicht als bloßes Glaubenssystem, sondern als Praxis der Achtsamkeit, der Selbstkultivierung und des Maßes.
Der Philosoph Harald Lemke knüpft an diese Suchbewegung an und führt sie in die Gegenwart. Er zeigt, dass Kochen und Essen weit mehr sein können als Ernährung oder Konsum – nämlich ein Ort, an dem sich Weltbeziehung, Ethik und Lebenshaltung konkret ausdrücken. Der Alltag wird dabei zum Übungsfeld: am Herd, am Tisch, in der Gemeinschaft. Der Abend mit einer kulinarischen Begleitung lädt dazu ein, über eine einfache, aber tiefgreifende Frage nachzudenken: Was bedeutet es, bewusst zu leben – und kann sich eine spirituelle Haltung im Essen und Teilen verwirklichen?
Die »Goldenen Zwanziger« Jahre waren eine Epoche des Aufbruchs, aber auch der Verunsicherung. Nach Krieg, politischem Umbruch und dem Verlust vieler Gewissheiten wurde Religion neu befragt: weniger als Institution und Dogma, stärker als persönliche Erfahrung und individuelle Sinnsuche. In dieser Zeit wächst auch das Interesse an fernöstlichen Weisheitslehren – insbesondere am Buddhismus, der vielen als Alternative zu westlicher Überforderung und innerer Unruhe erschien: nicht als bloßes Glaubenssystem, sondern als Praxis der Achtsamkeit, der Selbstkultivierung und des Maßes.
Der Philosoph Harald Lemke knüpft an diese Suchbewegung an und führt sie in die Gegenwart. Er zeigt, dass Kochen und Essen weit mehr sein können als Ernährung oder Konsum – nämlich ein Ort, an dem sich Weltbeziehung, Ethik und Lebenshaltung konkret ausdrücken. Der Alltag wird dabei zum Übungsfeld: am Herd, am Tisch, in der Gemeinschaft. Der Abend mit einer kulinarischen Begleitung lädt dazu ein, über eine einfache, aber tiefgreifende Frage nachzudenken: Was bedeutet es, bewusst zu leben – und kann sich eine spirituelle Haltung im Essen und Teilen verwirklichen?

Harald Lemke - Buddha in der Küche
Harald Lemke gilt als einer der wichtigsten Vertreter einer zeitgenössischen Philosophie des Essens und prägte den Begriff der »Gastrosophie«, der Essen und Trinken als kulturelle, ethische und gesellschaftliche Praxis versteht. In seinen Publikationen verbindet er philosophische Reflexion mit Alltagskultur, Genuss, Nachhaltigkeit und globaler Verantwortung. Zu seinen bekanntesten Werken zählen u. a. »Ethik des Essens«, »Die Kunst des Essens« sowie »Buddha in der Küche«, in dem er philosophische und buddhistische Impulse als Beitrag zu einer bewussteren Lebensführung entfaltet.
Harald Lemke gilt als einer der wichtigsten Vertreter einer zeitgenössischen Philosophie des Essens und prägte den Begriff der »Gastrosophie«, der Essen und Trinken als kulturelle, ethische und gesellschaftliche Praxis versteht. In seinen Publikationen verbindet er philosophische Reflexion mit Alltagskultur, Genuss, Nachhaltigkeit und globaler Verantwortung. Zu seinen bekanntesten Werken zählen u. a. »Ethik des Essens«, »Die Kunst des Essens« sowie »Buddha in der Küche«, in dem er philosophische und buddhistische Impulse als Beitrag zu einer bewussteren Lebensführung entfaltet.
Mit einem japanischen Imbiss (Sake, Ramen-Suppe).
über denkbares
DENKBARES® existiert als Veranstaltungsformat seit 2015 und ist Teil des Kultursommers Rheinland-Pfalz. Im Vordergrund stehen Themen und Autoren aus den Bereichen Philosophie, Theologie und Literatur. Das moderierte Gespräch mit dem Publikum nimmt einen wichtigen Platz ein. Von besonderer Bedeutung ist neben der Begegnung mit ausgesuchten Autorinnen und Autoren auch das Zusammenführen verschiedener Generationen und der Dialog. Junge Erwachsene, Studierende und Schülerinnen und Schüler sollen durch DENKBARES® angesprochen werden. Die Zusammenarbeit mit Schulen, Universitäten und Hochschulen ist Programm. DENKBARES® als im Wesentlichen ortsunabhängige Veranstaltungsplattform agiert vornehmlich regional (Westerwald, Rhein-Lahn, Mittelrhein). Bei der Auswahl der Örtlichkeiten legen die Veranstalter auf attraktive und zugleich ungewöhnliche Veranstaltungsorte besonderen Wert, wie z.B. der Kunstraum am Limes in Hillscheid, das b-05 Kunst- und Kulturzentrum in Montabaur, die Abtei Marienstatt bei Hachenburg, das Schloss Balmoral Bad Ems oder die Festungskirche Ehrenbreitstein.
DENKBARES® existiert als Veranstaltungsformat seit 2015 und ist Teil des Kultursommers Rheinland-Pfalz. Im Vordergrund stehen Themen und Autoren aus den Bereichen Philosophie, Theologie und Literatur. Das moderierte Gespräch mit dem Publikum nimmt einen wichtigen Platz ein. Von besonderer Bedeutung ist neben der Begegnung mit ausgesuchten Autorinnen und Autoren auch das Zusammenführen verschiedener Generationen und der Dialog. Junge Erwachsene, Studierende und Schülerinnen und Schüler sollen durch DENKBARES® angesprochen werden. Die Zusammenarbeit mit Schulen, Universitäten und Hochschulen ist Programm. DENKBARES® als im Wesentlichen ortsunabhängige Veranstaltungsplattform agiert vornehmlich regional (Westerwald, Rhein-Lahn, Mittelrhein). Bei der Auswahl der Örtlichkeiten legen die Veranstalter auf attraktive und zugleich ungewöhnliche Veranstaltungsorte besonderen Wert, wie z.B. der Kunstraum am Limes in Hillscheid, das b-05 Kunst- und Kulturzentrum in Montabaur, die Abtei Marienstatt bei Hachenburg, das Schloss Balmoral Bad Ems oder die Festungskirche Ehrenbreitstein.


Martin W. Ramb und Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski sind die Begründer und Leiter der philosophisch-literarischen Gesprächsreihe DENKBARES® und Herausgeber der Begleitbände zum Kultursommer »Helden und Legenden oder: Ob sie uns heute noch etwas zu sagen haben« (2015), »Arbeit 5.0 oder: Warum ohne Muße alles nichts ist« (2018), »Heimat. Europa?« (2019), »Solidarität und Verantwortung« (2022), »Freiheit und Menschenwürde« (2024) sowie »Religion und Politik« (2026). Für ihr Denkbares-Projekt »Koordinaten Europas« wurden beide mit dem Prix Robert Schuman 2021 ausgezeichnet
Martin W. Ramb und Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski sind die Begründer und Leiter der philosophisch-literarischen Gesprächsreihe DENKBARES® und Herausgeber der Begleitbände zum Kultursommer »Helden und Legenden oder: Ob sie uns heute noch etwas zu sagen haben« (2015), »Arbeit 5.0 oder: Warum ohne Muße alles nichts ist« (2018), »Heimat. Europa?« (2019), »Solidarität und Verantwortung« (2022), »Freiheit und Menschenwürde« (2024) sowie »Religion und Politik« (2026). Für ihr Denkbares-Projekt »Koordinaten Europas« wurden beide mit dem Prix Robert Schuman 2021 ausgezeichnet
